Linktippgeber: Hanno H. Endres
vorgestellt in intensiv 2004; 12: 89 - 91
„die-intensivmedizin.de“ nennen die Marburger Kollegen die Homepage ihrer Intensivstation. Durch den vielleicht etwas zu pauschalen und schnell überheblich wirkenden Titel der Domain darf man sich jedoch nicht von einem Besuch der Site abschrecken lassen: Auf der Startseite stehen drei potenzielle Eingänge zur Verfügung, von denen derzeit jedoch nur der Button „Intensivpflege“ ins Innere führt - die Bereiche „Medizin“ und „Anästhesiepflege“ warten noch auf Inhalte.
Die aktuellen Inhalte liegen also augenscheinlich in fester Hand des „Pflegeteams der Intensiv 3“ - und das hat beste Arbeit geleistet: Auf zahlreichen Unterseiten bleibt kaum eine Frage unbeantwortet.
Zur Stationsgeschichte, der Stationsaufteilung und dem Gerätepark haben die Marburger ebenso viel zu erzählen wie zur Pflege und den „Stationsspezialitäten“: Mit Letzteren sind dabei Therapieverfahren wie die ECCO, die NO-Beatmung oder die Hämofiltration gemeint, zu denen - sehr schön - einmal die medizinischen und einmal die pflegerischen Aspekte getrennt erläutert werden.
Ebenfalls interessant ist das derzeitige Teamprojekt zu dem Thema „Die Implementation einer systematischen Personalpflege unter Berücksichtigung des salutogenen Konzeptes von A. Antonovsky am Klinikum der Philipps-Universität Marburg, Bereich Anästhesie - Intensivpflege”. Über die Aktivitäten und Neuerungen, die aus diesem Projekt entstanden sind, wird in zahlreichen umfassenden Ausarbeitungen informiert.
Ein seltenes Fundstück ist auch die Seite „Das Team“, auf der es den Verantwortlichen gelungen ist, jeden Mitarbeiter von der Stationsleitung bis zur Raumpflegerin mit Foto und Steckbrief vorzustellen.
Die übrigen Inhalte der Navigation führen zu Klassikern wie Leitlinien, Kontaktinformationen und Linkliste (nanu - kein Forum? ;-)).
Optisch wirkt die-intensivmedizin.de sehr aufgeräumt. Die stets an gleicher Stelle mit gleichen Inhalten vorzufindenden Navigationsleisten stellen eine verlässliche Orientierungshilfe dar. Plural, weil es gleich zwei Stück davon gibt: eine am oberen Rand, eine am unteren. Für die eigentlichen Inhalte bleibt so ein vergleichsweise kleiner Raum in der Mitte übrig, was durch den kleinen, aber immer noch gut lesbaren Schriftsatz nicht negativ ins Gewicht fällt.
Auch, dass die Fotos kaum größer als 140 × 100 Pixel sind, stellt hier keinen Minuspunkt dar, da in Marburg Pflegeschränke und Bronchoskopiewagen kaum anders aussehen als auf beinah allen anderen Intensivstationen der Republik.
Alles in allem haben die Pflegenden der anästhesiologischen Intensivstation 3 mit „die-intensivmedizin.de“ durch viel Mühe und Engagement ein vorbildliches Instrument zur Außendarstellung und Imagepflege ihrer Station geschaffen, hinter dem sich die Mehrheit der Universitätskliniken verstecken kann und sollte.
Auf die an einigen Stellen noch fehlenden Inhalte darf man also sehr gespannt sein.
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